01.11.20 Tag zwei
Ich lasse KA hinter mir und fahre Richtung Straßburg. Die Temperaturen sind ungefähr so wie ich mir das in meinen Träumen ausgemalt habe, aber es regnet. Ich ziehe mein Poncho an. Gegen Mittag fängt der Wind an. Die Radfahrer unter euch wissen: wenn es bei einer Radtour Wind gibt, dann immer von vorne 🙈 Alle Fahnen drehen sich mir entgegen. Selbst auf den Pfützen bilden sich kleine Wellen. Mit dem Poncho habe ich eine Stirnfläche eines Lieferwagens und bewege mich entsprechend mühsam gen Süden. Laut Wetterbericht kommt es bei Böen zu Relativgeschwindigkeiten (mit mir) von 60 km/h. Das ist vermutlich der Preis für die angenehmen Temperaturen.
Mit der Dämmerung suche ich mir einen wind- und sichtgeschützten Platz in einem Wäldchen. Der nahe gelegene Kanal wird als Waschbecken benutzt. Um 18:00 ist es bereits "Kuhnacht" und ich orientiere mich im Zelt vorwiegend per Tastsinn. Das klappt gut, sofern man ein gewisses System aufrecht erhält und nicht alles zum "bordel" (jetzt bin ich ja in Frankreich) verkommen lässt. Dennoch hab ich mir beim Zähneputzen um ein Haar Rei in der Tube auf die Zahnbürste gedrückt, weil die Verpackung nur minimal größer ist als die Zahncreme 😅



Hallo Patrick,
AntwortenLöschenmega gut, dass du das jetzt durchziehst. Ich freu mich für dich, dass du gut los gekommen bist und die ersten Tage schon erfolgreich unterwegs bist. Wenn ich mit dem Rad in die Arbeit fahre, kommt der Wind auch immer von vorne, sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Heimweg. Ich habe schon verschiedene physikalische Theorien darüber entwickelt :)
Ich wünsche dir alles gute auf der Reise, viele spannende Bekanntschaften und immer genug Luft im Reifen :)
LG, Stefan